SELF-Care: Sport entspannt

Ich habe vor ein paar Tagen davon geträumt, ins Fitnessstudio zu gehen. Irgendetwas fühlte sich allerdings so gar nicht richtig an. Zum einen wusste selbst das träumende Ich, dass das gerade nicht geht und war total verwirrt: Reality Check im Traum? Zum anderen: woher sollte ich wissen, wie ein Fitnessstudio aussieht? Ich habe seit Jahren selbst von weitem keines mehr gesehen 😜

Heute also mehr zur zweiten Dimension von SELF-Care – Exercise, oder Spocht, wie wir im Rheinland sagen.

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Die Fitnessstudios sind wie erwähnt geschlossen, der Lauftreff verboten, der Fußsballplatz geschlossen. Perfekt, um sich eine sportliche Pause zu gönnen? Gerade jetzt lieber nicht. Mit dem Sport ist es wie mit dem Schlaf: er senkt den Stresspegel und das können wir jetzt alle gut gebrauchen. Wenn wir körperlich aktiv sind, stehen wir uns als Eltern selbst weniger im Weg. Wir sind präsenter für die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens mit Kindern. Unsere eigenen Bewegungsroutinen sind übrigens auch für Kinder maßgeblich: Studien haben gezeigt, dass unsere Kinder dazu tendieren, unsere sportlichen Angewohnheiten zu übernehmen.

Du warst früher aktive Besucherin eines Yoga-Studios? Bist vielleicht regelmäßig gelaufen (was, sogar einen Marathon?!) oder hast Fußball gespielt? Doch seitdem die Kinder da sind und erst recht, seit wir im Shutdown sind, gibt es weniger Stunden am Tag und das erste, was wegfällt, ist der Sport? Willkommen im Club! Kinder verändern nicht alles, aber vieles, darunter auch die Sportgewohnheiten. Das war die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht: Du musst jetzt nicht das Wohnzimmer ins Fitnessstudio verwandeln. In diesen Zeiten hilft es, körperliche Aktivität überall zu sehen und bewusst “anzuknipsen”. Fitness- und Gesundheitsexperten teilen sportliche Aktivität in drei grobe Kategorien ein: Stretching, Ausdauer und Krafttraining.

Klar, 30 Minuten pro Tag, 3-4x die Woche wären ideal – und vielleicht gerade aktuell utopisch. Wie wäre es, wenn Du stattdessen immer wieder kleine Übungen in den Tag einbaust?

  • Steh einfach jetzt (nee, wirklich, jetzt) kurz auf und dehne dich oder lass zumindest die Schultern kreisen
  • Beim nächsten Spaziergang: zieh die Turnschuhe an und mach einen kleines Wettrennen mit den Kids. Oder 10 Hampelmänner im Park oder Wald
  • Während die Pasta kocht: nimm dir zwei Wasserflaschen und mach 10 Bizepscurls

Es ist nichts normal in der aktuellen Zeit. Dein Sportprogramm darf auch ein bißchen crazy sein.

Hier sind noch weitere Ideen für kurze sportliche Pausen:

  • Musik an (laut, wenn es geht) und mit den Kids ausgelassen tanzen. Oder auch alleine
  • 10 Minuten Treppen laufen. Nonstopp
  • Privatfernsehen schauen und die Werbeunterbrechungen für Hampelmann, Liegestütz und Sit-Ups nutzen
  • Fitness beim Zähneputzen (z.B. Kniebeugen)

Dehnen beim Anstehen beim Bäcker (einfach Augen zumachen dabei, dann siehst Du die neidischen Blicke der anderen nicht)

Eine Liste der kostenlosen Corona-Sportangebote, die wir schon ausprobiert haben, gibt es in der nächsten Sport-Ausgabe des Daily Quarantini.

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