Wie Playdates gelingen: unsere 7 Tipps

Endlich wieder Playdates!

“Mama, darf ich Mia einladen? Bitte…”. Lange haben wir diese Sätze nicht mehr gehört, doch mittlerweile ist es wieder Teil der kindlichen Normalität, andere Kinder auch außerhalb von Kita und Schule zum Spielen zu treffen. Und auch wenn natürlich jede Familie für sich entscheiden muss, ob das coronatechnisch in Ordnung ist: die aktuellen Kontaktbeschränkungen erlauben es zumindest.
 
Ich war früher ein wenig skeptisch, ob ein weiteres Kind zu Hause das Konfliktpotenzial nicht eher erhöhen würde 🤯. Doch zu meinem Erstaunen musste ich feststellen: ein*e zusätzliche*r Spielkamerad*in wirkt sich eher positiv auf den Geschwisterfrieden aus 🧡! Wie Playdates gelingen können, dazu haben wir heute 7 Tipps.
 

Spielkameraden sind wichtig

Das neue Kita- und Schuljahr hat vielerorts schon begonnen und auch wenn keiner weiß, wie stabil die Lage ist: Freund*innen zum Spielen treffen ist für den Moment erlaubt. Mit 3 bis 4 Jahren fangen Kinder oft an, diese “Playdates” von selbst einzufordern. Sie bringen nicht nur Spaß, sie tragen auch zur kindlichen Entwicklung bei: Selbstbewusstsein, Empathie, die Fähigkeit, zu teilen, Kollaboration und Kooperation werden im gemeinsamen Spiel gestärkt.
Playdates kann man natürlich auch schon mit 6 Monate alten Kindern ausmachen. Aber wahrscheinlich wirst Du Deine Kids erst ab einem Altern von 3-4 Jahren (je nach Kind) alleine bei der Freundin oder dem Freund lassen können bzw. Kinder ohne Eltern als Besuch empfangen. Bis zu dem Zeitpunkt sind Playdates immer auch Mom- und Daddates 👩‍👦👨‍👦😂.
Damit die Verabredung zum Spielen gelingt und nicht zum Stressfaktor für Eltern oder Kinder wird, haben wir heute:
 

7 Tipps für die Gestaltung eines entspannten Playdates

#1 Ort des Treffens strategisch auswählen 

Dein Kind ist eingeladen und alt genug, dass Du es nicht mehr begleiten musst? Jackpot! Falls Dein Kind Besuch bekommt oder begleitet werden muss, bietet es sich an, draußen zu spielen 🌳. Das hat gleich mehrere Vorteile: Frische Luft (Corona lässt grüßen) und Du musst weder vorher noch nachher aufräumen. Perfekt für trockene Tage, an denen man schon genug um die Ohren hat.

#2 Lieber kürzer statt länger ⏳

Für Klein- und Vorschulkinder sind Spielverabredungen mit einer Dauer von 1-2 Stunden ideal. Je älter Dein Kind wird, desto mehr Kapazität hat es für längere Verabredungen, aber auch dann ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem die Kapazität zu Kollaboration erschöpft ist. Tastet euch lieber langsam an längere Verabredungen heran.

#3 Ein bisschen Vorbereitung hilft

Überleg Dir am besten schon vorher: Ist die Spielumgebung kindersicher? Ist mein Kind satt und ausgeschlafen? Welche Snacks gibt es und wo werden sie gegessen? Was muss ich mitgeben (Wechselwäsche, Wasserflasche), wenn mein Kind eingeladen ist? Definiere am besten auch schon den Zeitpunkt, wann die Spielzeit vorbei ist bzw. wann Du Dein Kind wieder abholst. Das gibt dem Treffen einen Rahmen und ein kleines bisschen Struktur. Für das Chaos sorgen die Kids schon von alleine 🤪

#4 Einfache Regeln aufstellen 

Um zu vermeiden, dass Du allzu oft eingreifen musst, stelle einfache Regeln für das Spielen bei euch auf. Du kannst zum Beispiel von vornherein kommunizieren, dass Essen am Tisch gegessen wird oder dass nur im Kinderzimmer oder im Garten gespielt wird (z.B. weil der größere Bruder am Küchentisch Hausaufgaben macht).

#5 An Regeln erinnern, nicht erziehen 

Vor anderen Kindern sind “erzieherische Maßnahmen” wie Zurechtweisungen umso schwerer zu ertragen und noch wirkungsloser als sonst eh schon. Das gilt sowohl für Dein Kind, als auch für das Besuchskind. Falls es doch einmal zu wild wird oder der Kuchen trotz vorheriger Klarstellung durch die gesamte Wohnung getragen wird: am besten spielerisch eingreifen 🤡. “Ja, was ist denn hier los, ist der Wanderzirkus angekommen? Aber hört mal, ich bin viiiel zu schwach, um den Esstisch mit wandern zu lassen. Könntet ihr mir bitte mal helfen?” In den meisten Fällen gelingt Dir so oder ähnlich die Zusammenführung von Kuchen und Esstisch wieder.

#6 Freies Spiel fördern

Freies Spiel wirkt sich positiv auf Kreativität und Resilienz aus und es erspart Dir Zeit und Mühe, viele Aktivitäten bereithalten zu müssen. Plan also nicht zu viele Spiele ein. Idealerweise machst Du zu Beginn des Playdates ein Angebot, zum Beispiel ein Puzzle oder ein Ballspiel draußen und hast noch ein oder zwei Aktivitäten im Ärmel, wenn den Kids die Ideen ausgehen. In den meisten Fällen ist Langeweile aber nicht das Problem 😉

#7 Nur Eingreifen, wenn es absolut nötig ist

Kinder lernen sehr gut mit- und voneinander: Konflikte navigieren, Kompromisse eingehen, Frustration aushalten. Kleinere Streitigkeiten können Kinder oft unter sich ausmachen. Wenn sich die Kids jedoch sehr heftig streiten, solltest Du eingreifen, um den Streit zu verlangsamen und nach Lösungen zu suchen. Wie das geht, erfährst Du hier.

Das schönste an Playdates: unsere Kinder erleben ihre Selbstständigkeit. Sie dürfen sich aussuchen, wer nach Hause zum Spielen kommt und was gespielt wird. Und auch wenn wir ein Auge auf die Spielkamerad*innen haben sollten: es ist ein guter Zeitpunkt, für einen Moment inne zu halten, dankbar zu sein für das, was ist – und sich dann erst der nächsten Aufgabe zu widmen.
 

EMPFEHLUNG ZUM VERNETZEN

Du hast Lust, Dich mit anderen Eltern zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsame Spaziergänge oder Spielplatzbesuche zu unternehmen? Die App Mello (ehemals siteinander) wurde komplett überarbeitet und bietet Eltern nun im schicken neuen Design die Möglichkeit, gemeinsame Playdates zu planen und sich bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Ideal, um neue Kontakte zu Familien in der Umgebung zu knüpfen 👪